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letzte Aktualisierung: 28.06.2018    
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Beim letzten Saisonspiel
Pal Dardais Tränen-Abschied von Hertha
BZ vom 18.05.2019 von Roberto Lamprecht und Marcel Braune

Das ließ selbst den coolen Ungarn nicht kalt! Zwar spielte Hertha im letzten Saisonspiel nicht gut und verlor 1:5 gegen Leverkusen. Doch das war an diesem Sonnabendnachmittag Nebensache. Es war der Tag, an dem Hertha-Trainer Pal Dardai (43) ging. Kuss und Schluss.

Die Abschieds-Show für den Coach begann schon weit vor dem Spiel, als es „Szia“ – ungarisch für tschüss – hieß. Nach viereinhalb Jahren betrat Dardai um 15 Uhr zum letzten Mal als Hertha-Trainer das Olympiastadion. Zusammen mit seinen Co-Trainern Rainer Widmayer (52, geht nach Stuttgart) und Admir Hamzagic (33) wurde er vor Anpfiff vor der Ostkurve verabschiedet. Als die Fans Sprechchöre für Dardai anstimmten, war die Gänsehaut-Atmosphäre perfekt. Sichtlich Gerührt grüßte Dardai mit feuchten Augen und erhobenem Daumen Richtung Ostkurve. Es ging noch sentimentaler: Frank Zander sang seine „Nur nach Hause“-Hymne mit Dardais Namen in der ersten Textzeile. Nach der Pleite hatte Dardai seine Fassung zurückgewonnen: „Ich gebe mir als Trainer eine Note wie als Spieler: Starker Durchschnitt, Note 3.“

Stimmung: feierlich, wehmütig. Die Zuschauer stimmten immer wieder „Dardai“-Sprechchöre an.

Besonders Herthas Ostkurve legte sich ins Zeug. Etwa mit einem Plakat mit der Aufschrift: „Hertha BSC ist eine Lebenseinstellung. 20 Jahre dabei und Held was er verspricht.“ Dardai: „Danke liebe Hertha-Fans. Bleibt so, wie ihr seid. Unterstützt weiter Hertha BSC.“ Tosender Applaus.

Um 17.42 Uhr verließ Dardai den Rasen.

Auch Fabian Lustenberger (31), der den Klub nach zwölf Jahren verlässt, wurde von den Herthanern gemeinsam mit Dardai geehrt– unter anderem nach Abpfiff mit einem Banner, auf dem stand: In euch fließt blaues Blut, danke Pal und Fabian.

Was kommt als nächstes für Herthas (Ex-)Trainer?

Auf der Mitgliederversammlung Sonntag (ab 11 Uhr in den Berliner Messehallen) wird Dardai dann ein letztes Mal verabschiedet. Dardai: „Ich will erstmal etwas weg vom Fußball. Gucken, beobachten, erholen.“ Und er ergänzt: „Ich möchte mich auch bei der Stadt und den Fans bedanken. Ich habe immer gespürt, dass ich geliebt werde. Ich bin froh und stolz in Berlin leben zu dürfen. Ich habe Gäste aus Ungarn da, freue mich auf kalten Wein. Stand jetzt verspüre ich keine große Wehmut. Vielleicht kommt die in einem Monat auf. Ich bleibe Herthaner, egal was passiert.“

Dardais Bilanz nach viereinhalb Jahren als Coach: 65 Siege, 42 Unentschieden und 65 Niederlagen. Doch die Zahlen sagen wenig aus über Herthas großes Idol.

Nie wieder gibt Dardai seine Anweisungen von der Seitenlinie, seine herzliche aber klare Art wird dem Verein fehlen.

So cool, wie sich Dardai vor den Mikros gab, so emotional war er auf dem Feld und an der Linie. Nach Abpfiff bedankte er sich beim gesamten Team und bei seinen Spielern, packte sie zur Umarmung. Kuss und Schluss.

BZ vom 18.05.2019horizontale linie
Gefunden / HERTHANER Stadionmagazin Saison 2002-2003

FanclubPortraet2002-2003horizontale linie
Aufstieg in die Fußball-Bundesliga
Der 1. FC Union geht verdient nach oben
Der Tagesspiegel vom 27.05.2019 von Julian Graeber

Sie hätten es auch einfacher haben können. Mit einem schnöden Sieg in Bochum, mit weniger Drama, weniger Nervenkitzel. Doch das hätte nicht gepasst. Der 1. FC Union bleibt schließlich der 1. FC Union und da gehören Rückschläge fast schon zur Vereins-DNA. Dass die Köpenicker den erstmaligen Aufstieg in die Bundesliga über den Umweg der Relegation schaffen, ist da nur konsequent. Nach dem 2:2 im Hinspiel machte Union den größten Erfolg der jüngeren Klubgeschichte im eigenen Stadion gegen den VfB Stuttgart perfekt. Es ist der verdiente Lohn für eine starke Saison – und für den gelungenen Kurswechsel im vergangenen Sommer. Vor einem Jahr hatte sich der selbsternannte Aufstiegskandidat am Ende einer enttäuschenden Spielzeit zum Klassenerhalt gezittert. Die dubiose Entlassung von Trainer Jens Keller stiftete viel Chaos, Nachfolger André Hofschneider war der Aufgabe nicht gewachsen und die Aufgabenteilung in der sportlichen Führung zwischen Geschäftsführer Lutz Munack und Kaderplaner Helmut Schulte funktionierte menschlich wie fachlich nicht. Dazu kam eine Mannschaft, die verunsichert wirkte, und die in sie gesetzten Erwartungen nie erfüllen konnte.

Aus den damaligen Missständen hat der Klub die richtigen Schlüsse gezogen und die Strukturen vereinfacht. Besonders die Beförderung von Oliver Ruhnert vom Chefscout zum Manager hat sich bezahlt gemacht. Ruhnert vereint nun die Kompetenzen, die vorher auf Munack und Schulte verteilt waren – und erledigt diese Aufgabe aus dem Hintergrund ausgezeichnet. Mit Urs Fischer hat er einen Trainer verpflichtet, der zu Union passt und dem Team wieder eine klare Handschrift verschafft hat. Die Berliner spielen zwar keinen spektakulären Fußball, haben sich den Aufstieg aber verdient. Dazu haben auch die personellen Entscheidungen im Profikader beigetragen. Der offensichtliche Mangel an Führungsspielern wurde durch die Verpflichtung erfahrener Profis beseitigt. Spieler wie Manuel Schmiedebach, Ken Reichel oder Florian Hübner kennen den Druck, sind selbst schon aufgestiegen und haben Union eine neue Stabilität verliehen. Ob das reicht, um in der Bundesliga mitzuhalten, ist jetzt erst mal egal. Bis zum Saisonstart haben Ruhnert und Co. noch viel Zeit, um den Kader zu verstärken. Vorher haben sich alle Beteiligten eine große und vermutlich lange Aufstiegsparty verdient. Allzu viele Erfolge durften sie bei Union in ihrer Vereinsgeschichte schließlich nicht feiern.

Tagesspielgel vom 27.05.2019

PS: Wir vom Hertha BSC Fanclub Blue-Army gratulieren den 1 FC Union zum Aufstieg in die erste Bundesligahorizontale linie
Spielplan 2019/2020
Hertha startet gegen den FC Bayern München in die neue Saison!
BZ vom 28.06.2019

Der Bundesliga-Spielplan für die Saison 2019/2020 ist da – und ein Hertha-Hammer gleich zum Auftakt! Die Berliner treten am 1. Spieltag beim Deutschen Meister FC Bayern München an.

Die Saison-Eröffnung durch den Deutschen Meister findet traditionell bereits am Freitagabend statt: Hertha spielt am 16. August um 20.30 Uhr beim FC Bayern München! Dies gab die DFL am Freitag bekannt. Die Partie gegen die Berliner wird live im ZDF und im Eurosport Player gezeigt. Und die Hertha-Fans dürfen ein bisschen optimistisch sein – man ist fast so etwas wie der Angstgegner des FCB: Gegen keinen anderen Gegner ließen die Bayern in den vergangenen drei Spielzeiten öfter Punkte liegen!

Covic: „Wollen die Mannschaft sein, gegen die niemand gerne spielt“

Herthas neu-Coach Ante Covic sprach beim Duell gegen den FCB zum Auftakt von einer „spannenden erste Aufgabe“. Covic weiter: „Wir freuen uns auf die große Bühne, müssen jedoch im Laufe der Saison gegen jede Mannschaft ran. Wir wollen die Mannschaft sein, gegen die niemand gerne spielt!“ Union bekommt zum Auftakt ein Heimspiel – ausgerechnet gegen RB Leipzig! Zum Auftakt der 2. Bundesliga kommt es zum Duell der Bundesliga-Absteiger. Der VfB Stuttgart empfängt bereits am 26. Juli (20.30 Uhr/Sky) Hannover 96. Das Hauptstadt-Derby findet übrigens am Wochenende um den 1. bis 3. November am 10. Spieltag statt. Die Partie ist noch nicht genau terminiert. Union hat Heimrecht in der Hinrunde gegen Hertha. In der Rückrunde treffen die beiden Hauptstadtclubs am 27. Spieltag zwischen dem 20. und 22. März 2020 im Olympiastadion aufeinander.

Die Hertha-Hinrunde in der Saison 2019/2020 im Überblick:
01 FC Bayern – Hertha BSC
02 Hertha BSC – Wolfsburg
03 Schalke 04 – Hertha BSC
04 Mainz – Hertha BSC
05 Hertha BSC – Paderborn
06 Köln – Hertha BSC
07 Hertha BSC – Düsseldorf
08 Werder Bremen – Hertha BSC
09 Hertha BSC – Hoffenheim
10 Union Berlin – Hertha BSC
11 Hertha BSC – RB Leipzig
12 Augsburg – Hertha BSC
13 Hertha BSC – Dortmund
14 Frankfurt – Hertha BSC
15 Hertha BSC – SC Freiburg
16 Leverkusen – Hertha BSC
17 Hertha BSC – Mönchengladbach

BZ vom 28.06.2019horizontale linie