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letzte Aktualisierung: 03.06.2018    
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Nur Lazaro trifft 1:5!
Hertha kassiert deutliche Niederlage gegen Leverkusen
BZ vom 18.05.2019 von Stefan Ferrari

Nur kurz keimte durch den Ausgleich von Valentino Lazaro Hoffnung bei Hertha auf, doch am Ende siegte Bayer Leverkusen klar und deutlich.

Hertha hat es verpasst, Trainer Pal Dardai und Fabian Lustenberger ergebnistechnisch würdig zu verabschieden. Mit 1:5 (1:1) verloren die Berliner vor 59.287 Zuschauern im Olympiastadion gegen Bayer Leverkusen, das sich dadurch für die Champions League qualifizierte. Mit seinem 17. Saisontor eröffnete Supertalent Kai Havertz am Samstag die Toreshow in Berlin in der 28. Minute. Lucas Alario (38., 72., 88.) und Julian Brandt (54.) erhöhten für die Gäste, nachdem Valentino Lazaro in der 34. Minute den Ausgleich erzielt hatte. Vor dem Spiel wurden Dardai, Lustenberger und Julius Kade vor der Ostkurve verabschiedet. Vor allem Lustenberger ging dies Nahe, er kämpfte mit den Tränen. Im Spiel war er einer der wenigen positiven Erscheinungen bei Hertha. Trotzdem feierten die Berliner Fans sich und das Team auch nach dem aussichtslosen Rückstand. Die Vorbereitung auf die neue Saison geht Hertha mit Ante Covic als Cheftrainer an.

BZ vom 18.05.2019horizontale linie
Beim letzten Saisonspiel
Pal Dardais Tränen-Abschied von Hertha
BZ vom 18.05.2019 von Roberto Lamprecht und Marcel Braune

Das ließ selbst den coolen Ungarn nicht kalt! Zwar spielte Hertha im letzten Saisonspiel nicht gut und verlor 1:5 gegen Leverkusen. Doch das war an diesem Sonnabendnachmittag Nebensache. Es war der Tag, an dem Hertha-Trainer Pal Dardai (43) ging. Kuss und Schluss.

Die Abschieds-Show für den Coach begann schon weit vor dem Spiel, als es „Szia“ – ungarisch für tschüss – hieß. Nach viereinhalb Jahren betrat Dardai um 15 Uhr zum letzten Mal als Hertha-Trainer das Olympiastadion. Zusammen mit seinen Co-Trainern Rainer Widmayer (52, geht nach Stuttgart) und Admir Hamzagic (33) wurde er vor Anpfiff vor der Ostkurve verabschiedet. Als die Fans Sprechchöre für Dardai anstimmten, war die Gänsehaut-Atmosphäre perfekt. Sichtlich Gerührt grüßte Dardai mit feuchten Augen und erhobenem Daumen Richtung Ostkurve. Es ging noch sentimentaler: Frank Zander sang seine „Nur nach Hause“-Hymne mit Dardais Namen in der ersten Textzeile. Nach der Pleite hatte Dardai seine Fassung zurückgewonnen: „Ich gebe mir als Trainer eine Note wie als Spieler: Starker Durchschnitt, Note 3.“

Stimmung: feierlich, wehmütig. Die Zuschauer stimmten immer wieder „Dardai“-Sprechchöre an.

Besonders Herthas Ostkurve legte sich ins Zeug. Etwa mit einem Plakat mit der Aufschrift: „Hertha BSC ist eine Lebenseinstellung. 20 Jahre dabei und Held was er verspricht.“ Dardai: „Danke liebe Hertha-Fans. Bleibt so, wie ihr seid. Unterstützt weiter Hertha BSC.“ Tosender Applaus.

Um 17.42 Uhr verließ Dardai den Rasen.

Auch Fabian Lustenberger (31), der den Klub nach zwölf Jahren verlässt, wurde von den Herthanern gemeinsam mit Dardai geehrt– unter anderem nach Abpfiff mit einem Banner, auf dem stand: In euch fließt blaues Blut, danke Pal und Fabian.

Was kommt als nächstes für Herthas (Ex-)Trainer?

Auf der Mitgliederversammlung Sonntag (ab 11 Uhr in den Berliner Messehallen) wird Dardai dann ein letztes Mal verabschiedet. Dardai: „Ich will erstmal etwas weg vom Fußball. Gucken, beobachten, erholen.“ Und er ergänzt: „Ich möchte mich auch bei der Stadt und den Fans bedanken. Ich habe immer gespürt, dass ich geliebt werde. Ich bin froh und stolz in Berlin leben zu dürfen. Ich habe Gäste aus Ungarn da, freue mich auf kalten Wein. Stand jetzt verspüre ich keine große Wehmut. Vielleicht kommt die in einem Monat auf. Ich bleibe Herthaner, egal was passiert.“

Dardais Bilanz nach viereinhalb Jahren als Coach: 65 Siege, 42 Unentschieden und 65 Niederlagen. Doch die Zahlen sagen wenig aus über Herthas großes Idol.

Nie wieder gibt Dardai seine Anweisungen von der Seitenlinie, seine herzliche aber klare Art wird dem Verein fehlen.

So cool, wie sich Dardai vor den Mikros gab, so emotional war er auf dem Feld und an der Linie. Nach Abpfiff bedankte er sich beim gesamten Team und bei seinen Spielern, packte sie zur Umarmung. Kuss und Schluss.

BZ vom 18.05.2019horizontale linie
Gefunden / HERTHANER Stadionmagazin Saison 2002-2003

FanclubPortraet2002-2003horizontale linie
Aufstieg in die Fußball-Bundesliga
Der 1. FC Union geht verdient nach oben
Der Tagesspiegel vom 27.05.2019 von Julian Graeber

Sie hätten es auch einfacher haben können. Mit einem schnöden Sieg in Bochum, mit weniger Drama, weniger Nervenkitzel. Doch das hätte nicht gepasst. Der 1. FC Union bleibt schließlich der 1. FC Union und da gehören Rückschläge fast schon zur Vereins-DNA. Dass die Köpenicker den erstmaligen Aufstieg in die Bundesliga über den Umweg der Relegation schaffen, ist da nur konsequent. Nach dem 2:2 im Hinspiel machte Union den größten Erfolg der jüngeren Klubgeschichte im eigenen Stadion gegen den VfB Stuttgart perfekt. Es ist der verdiente Lohn für eine starke Saison – und für den gelungenen Kurswechsel im vergangenen Sommer. Vor einem Jahr hatte sich der selbsternannte Aufstiegskandidat am Ende einer enttäuschenden Spielzeit zum Klassenerhalt gezittert. Die dubiose Entlassung von Trainer Jens Keller stiftete viel Chaos, Nachfolger André Hofschneider war der Aufgabe nicht gewachsen und die Aufgabenteilung in der sportlichen Führung zwischen Geschäftsführer Lutz Munack und Kaderplaner Helmut Schulte funktionierte menschlich wie fachlich nicht. Dazu kam eine Mannschaft, die verunsichert wirkte, und die in sie gesetzten Erwartungen nie erfüllen konnte.

Aus den damaligen Missständen hat der Klub die richtigen Schlüsse gezogen und die Strukturen vereinfacht. Besonders die Beförderung von Oliver Ruhnert vom Chefscout zum Manager hat sich bezahlt gemacht. Ruhnert vereint nun die Kompetenzen, die vorher auf Munack und Schulte verteilt waren – und erledigt diese Aufgabe aus dem Hintergrund ausgezeichnet. Mit Urs Fischer hat er einen Trainer verpflichtet, der zu Union passt und dem Team wieder eine klare Handschrift verschafft hat. Die Berliner spielen zwar keinen spektakulären Fußball, haben sich den Aufstieg aber verdient. Dazu haben auch die personellen Entscheidungen im Profikader beigetragen. Der offensichtliche Mangel an Führungsspielern wurde durch die Verpflichtung erfahrener Profis beseitigt. Spieler wie Manuel Schmiedebach, Ken Reichel oder Florian Hübner kennen den Druck, sind selbst schon aufgestiegen und haben Union eine neue Stabilität verliehen. Ob das reicht, um in der Bundesliga mitzuhalten, ist jetzt erst mal egal. Bis zum Saisonstart haben Ruhnert und Co. noch viel Zeit, um den Kader zu verstärken. Vorher haben sich alle Beteiligten eine große und vermutlich lange Aufstiegsparty verdient. Allzu viele Erfolge durften sie bei Union in ihrer Vereinsgeschichte schließlich nicht feiern.

Tadesspielgel vom 27.05.2019

PS: Wir vom Hertha BSC Fanclub Blue-Army gratulieren den 1 FC Union zum Aufstieg in die erste Bundesligahorizontale linie